Der Raumausstatter kann nicht allein darauf beschränkt werden, dass er bei Privatleuten einzelne Räume oder komplette Wohnungen und ganze Häuser renoviert und einrichtet. Es haben sich im Ausstatter-Gewerbe auch viele Fachleute darauf spezialisiert, die Einrichtungen in Einzelhandel, Gastronomie, Hotels und anderen Gewerbebetrieben durchzuführen. Handwerksbetriebe beispielsweise sind sehr unterschiedlich auszustatten. Da ist die Werkstatt einer Tischlerei mit Werkzeug und hier typischen Maschinen auszurüsten. Die Backstube des Bäckers und Konditors benötigt Backöfen, Kühlvorrichtungen und Teigrührmaschinen. Und so ist jedem Handwerk eine individuelle Arbeitsstätte einzurichten. Viele Handwerksbetriebe haben ihrem Unternehmen aber auch noch zusätzlich eine Verkaufsfläche angegliedert. Sofern sich dieser Verkaufsraum auch im Gebäude des Betriebes befindet ist es durchaus möglich die Einrichtung des Ladens so zu gestalten, dass Kunden und Gäste durchaus auch einen Blick in die Werkstatt werfen können. Dazu kann eine Wand anstatt gemauert zu sein durch Glasbauweise ersetzt werden. Kassen sind in Handwerksunternehmen spätestens dann nötig, wenn tatsächlich regelmäßige Verkaufszeiten Kunden herbeilocken, die dann Umsätze bringen. Wenn im Handwerk einem Betrieb kleinere Läden angegliedert sind, kann eine Registrierkasse durchaus genügen, um die Verkäufe zu registrieren und aufzurechnen. Aber dennoch ist es auch im Handwerk sinnvoll, ein Kassensystem zu nutzen, wenn schon eine Kasse genutzt wird. Denn neben der Aufrechnung aller Umsätze im Laden kann mit Kassensystemen auch in Handwerksbetrieben die Arbeitszeiterfassung über die Kassensoftware erledigt werden. Ebenso können Termindaten über Netzwerkkassen im Kassensystem verwaltet werden, damit auch dem Handwerker keine Auslieferung an seine Kunden verloren geht. Natürlich können Registrierkassen ebenso gut Belege erstellen, die der Buchhaltung als Nachweis dienen und auch bei einer Betriebsprüfung ausreichende Informationen bereithalten. Aber wenn dann für alle anderen Aufgaben wieder gesonderte Systeme angeschafft und erarbeitet werden müssen, wäre das ein vermeidbarer Kostenfaktor. Wenn Kassensysteme und Netzwerkkassen in der Anschaffung vielleicht auch etwas teurer sind, als wenn man verschiedene Systeme zusammenwürfelt. Aber durch die Einsparung laufender Kosten (Zeiteinsparung = weniger Personalkosten) hat man die Investition in ein Kassensystem in überschaubarer Zeit wieder herausgeholt. Und dann beginnt die Gewinnspanne. Denn man spart nicht nur viel Zeit und damit Personalkosten, indem man mit nur einer Software arbeitet. Wenn alle wichtigen Aufgaben des Handwerksbetriebes über die Kassensoftware abgewickelt werden, müssen keine zusätzlichen Geräte genutzt werden wodurch wiederum laufende Stromkosten gesenkt werden können. Auch hierdurch lassen sich eventuell höhere Investitionskosten für Kassensysteme und Netzwerkkassen auffangen. Da mit modernen Kassen im Netzwerk und im System eben so viel mehr Arbeitserleichterung und Kostenersparnis möglich ist, dürfte es einleuchtend sein, warum in einigen Jahren nirgendwo mehr eine Registrierkasse genutzt werden wird. In Hotels hat sich schon längst durchgesetzt, dass mit hotelspezifischer Kassensoftware moderne Kassensystem und Netzwerkkassen genutzt werden. Und in immer mehr Gastronomiebetrieben werden mobile Kassen und Kellnerrufsysteme eingesetzt, um auch hier Zeit und damit Geld zu sparen.
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