Noch vor einiger Zeit war es durchaus üblich, in Geschäften die Preise eines verkauften Artikels von einem Preisschild abzulesen und über ein einfaches Tastenfeld in die Kassen einzutippen. Die Darstellung des Kassenbons konnte keine Artikelbezeichnungen oder ähnliches auswerfen, wenn man ein fortschrittlicheres Modell besaß, war es aber immerhin möglich, den Artikel einer bestimmten Warengruppe zu zuordnen. Auf dem Tagesjournal bekam man dann einen sehr ungenauen Überblick über die am Tag getätigten Umsätze. Es war nicht möglich zu sagen, welcher Artikel am besten verkauft wird, wann die umsatzstärksten Zeiten am Tag sind. Nur die Gesamtsumme und eventuell die Umsätze der einzelnen Warengruppen waren ersichtlich. Es war aber schon möglich, den Tagesumsatz mit dem Kasseninhalt zu vergleichen. Eine recht dürftige Kontrollmöglichkeit. Der Warenbestand musste mühsam anhand einer manuellen Inventur überprüft werden. Nachbestellungen wurden getätigt, wenn ein Artikel ausverkauft oder das letzte Paket aus dem Lager geholt worden war. So kam es dann zu Zeiten, in denen bestimmte, von den Kunden gut angenommene Artikel auch schon mal für eine Weile nicht vorrätig waren. Der Kunde musste entweder wiederkommen und nach dem Artikel fragen, oder er ging gleich in ein anderes Geschäft, um dort das Gewünschte zu kaufen. Im schlechtesten Fall gefiel dem Kunden der neue Laden so gut, dass er weiter dort kaufte. Heute gibt es wesentlich vielseitigere Kassen mit genau auf das Geschäft abgestimmten Funktionen. So kann zum Beispiel im Textilhandel jeder Artikel, der verkauft wird, mittels Barcode Scanner an der Kasse eingebucht werden. Auf dem Kassenbon steht die genaue Bezeichnung des gekauften Artikels. Die in der Kasse gespeicherten Verkaufsdaten werden automatisch vom Warenbestand abgezogen. Vorher festgelegte Mindestlagerbestände für jeden Artikel ermöglichen die Errechnung von Bestellvorschlägen, so dass Ausverkäufe so gut wie nicht mehr vorkommen, falls der Artikel nachbestellt werden kann. Weitere Vorteile moderner Kassen sind die Kontroll- und Vergleichsmöglichkeiten der Umsätze über frei wählbare Zeiträume, bezogen auf Mitarbeiter, auf Warengruppen und sogar auf bestimmte Artikel. So kann festgestellt werden, welche Artikel in dem Geschäft Renner und welche Artikel Ladenhüter sind. Dementsprechend kann dann anhand der Daten aus den Kassen auf das Kundenverhalten reagiert werden und das Warensortiment angepasst werden. Der Überblick über die umsatzstarken Zeiten hilft dem Arbeitgeber, den Personaleinsatz besser und effektiver zu planen. Für umsatzschwache Zeiten können dem Personal Sonderaufgaben, wie zum Beispiel Regale neu organisieren und auswischen oder ähnliches aufgegeben werden. So wird keine Zeit einfach nur vertrödelt. Sind in einem Geschäft mehrere Kassen notwendig, ist es sinnvoll die Kassen in einem Netzwerk zu installieren. Dann tauschen sämtliche Kassen bei jedem Bedienvorgang Informationen untereinander aus. Wird ein Kunde, zum Beispiel in der Bäckerei, an mehreren Stationen bedient, ist es leicht möglich, sowohl den Bediener, als auch den Kunden von einer Kasse zur nächsten „floaten“ zu lassen. Die Daten, die per DFÜ aus den Kassen abgerufen werden, können in Warenwirtschafts- oder anderen Back Office Programmen, wie Backsoftware oder ähnlichem verarbeitet werden und so helfen, den Betrieb effizient zu steuern.
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